
4.10.2026 / 21:31 Uhr
Capitals siegen in Villach nach Overtime
Die Vienna Capitals feiern am Sonntagabend einen 4:3-Overtimesieg beim EC iDM Wärmepumpen VSV. Gegen den Spielverlauf bringt Elias Wallenta die Hausherren im ersten Drittel in Führung (14.). Ein Powerplaytor durch Senna Peeters stellt für eine sehr engagierte Caps-Offensive den Dosenöffner dar (37./PP1), doch nur 75 Sekunden später trifft John Hughes zur neuerlichen VSV-Führung (38.). Peeters schnürt wiederum nur 49 Sekunden danach einen Doppelpack (39.). Jakob Lilja sorgt in der 47. Minute für die hochverdiente Führung der Capitals. Dass die Wiener nicht alle drei Punkte aus der Draustadt mitnehmen, ist einem Fehler in der Schlussphase geschuldet. Gegen die mit dem Extra-Angreifer agierenden Villacher kann die Scheibe nicht geklärt werden. 17 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit gleicht Maximilian Rebernig aus (60.). In der Overtime sorgt Nick Bailen im Powerplay mit seinem ersten Saisontor für den Sieg der Wiener (65./PP1). Am Freitag sind die Vienna Capitals bei FTC-Telekom in Budapest zu Gast (18.30 Uhr).
Die Vienna Capitals nahmen das Gastspiel in Villach mit demselben Line-Up, das schon am Freitag gegen Innsbruck mit 4:0 siegte, in Angriff. Im Tor begann dementsprechend erneut der Schwede Adam Reideborn. Die Capitals fanden gleich zu Beginn jede Menge Chancen vor. Leon Wallner kam in Minute zwei nicht an VSV-Goalie Joe Cannata vorbei. Zwei Minuten später scheiterte Jakob Lilja zweimal am US-Amerikaner. In der siebten Minute wurden gleich zwei Strafen gegen die Hausherren ausgesprochen. Erst musste Paolo Wieltschnig wegen Haltens vom Eis. 41 Sekunden später gesellte sich Steven Strong wegen Spielverzögerung zu seinen Teamkollegen auf die Strafbank. Das torgefährliche Caps-Powerplay konnte allerdings weder in doppelter, noch in einfacher Überzahl anschreiben. Die Wiener gaben weiter den Ton an, doch entgegen dem Spielverlauf gingen die Villacher in Führung. Konstantin Komarek wollte die Scheibe nach einem Schuss der Hausherren im eigenen Drittel kontrollieren. Das Spielgerät fiel jedoch zu Elias Wallenta, der Reideborn aus kurzer Distanz keine Chance ließ (14.). In weiterer Folge fanden die Caps wieder einige gute Möglichkeiten vor, doch Senna Peeters traf in Minute 16 nur das Außennetz. Zwei Sekunden vor Drittelende wurde eine Strafe gegen Komarek wegen Haltens ausgesprochen.
Ausgesprochen ungefährlich zeigte sich das Powerplay der Hausherren, auch weil die Capitals in Unterzahl solide verteidigten. Nach Komareks Rückkehr gaben die Wiener wieder den Ton an. Ein Schuss von Nick Bailen wurde in der 24. Minute gefährlich abgefälscht. Eine Minute später scheiterte Leon Wallner direkt vor Cannata. In der 30. Minute gab es die nächste Strafe, diesmal gegen Ex-Caps-Verteidiger Alex Wall, der im Zuge eines Zweikampfs an der Bande den Schläger eines Wieners festhielt. Erneut konnten die Donaustädter in Überzahl nicht anschreiben. Im Anschluss musste Reideborn aufpassen. Der Schwede blieb unter anderem gegen Ex-Caps-Angreifer Joseph Cramarossa siegreich. In der 35. Minute gab es die nächste Strafe gegen die Adler. Diesmal erwischte es Joel Teasdale wegen eines unerlaubten Körperangriffs. Diese Chance ließen sich die Wiener nicht entgehen. Nach einem tollen Pass von Komarek bediente Linden Vey den Austro-Belgier Peeters im Slot. Der 24-Jährige sorgte für den überfälligen Ausgleich (37./PP1). Die Freude über das 1:1 währte allerdings nicht lange. Reideborn konnte einen Distanzschuss in der 38. Minute abwehren, John Hughes verwandelte allerdings den Rebound. Doch nur 49 Sekunden später sorgte Peeters abermals für den Ausgleich. Der Angreifer lenkte ein scharfes Zuspiel von Wallner sehenswert ins kurze Eck (39.).
Der Schlussabschnitt gehörte den Capitals. Die Wiener kamen wie die Feuerwehr aus der Kabine und schnürten die Hausherren über weite Strecken in der eigenen Zone ein. Jérémy Grégoire, Scott Kosmachuk und Lilja waren einige der Protagonisten, die Chancen vorfanden, aber Cannata nicht bezwingen konnten. In der 47. Minute war der folgerichtige Führungstreffer dann perfekt. Der VSV-Goalie ließ erst einen Distanzschuss von Simon Bourque prallen, Lilja versenkte die Scheibe im anschließenden Getümmel (47.). In weiterer Folge verteidigten die Capitals clever. In der 54. Minute musste Shane Gersich jedoch wegen eines Hakens vom Eis. Auch in Unterzahl kontrollierten die Wiener das Spiel, hielten sich erneut schadlos. Erst in der Schlussphase mit dem Extra-Angreifer kamen die Villacher wieder zu Möglichkeiten. Die Wiener verteidigten lange souverän, doch in der 60. Minute konnte man sich einmal nicht aus der eigenen Zone befreien. Maximilian Rebernig mogelte den Puck 17 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit zum glücklichen Ausgleich ins Caps-Tor (60.).
In der Overtime fanden beide Teams brandgefährliche Chancen vor. Die Wiener konnten sich direkt nach Beginn der Verlängerung bei Reideborn bedanken, dass man nicht als Verlierer vom Eis gehen musste. In der 63. Minute fuhren zwei Spieler der Hausherren allein auf den Caps-Goalie zu. Ein Zuspiel von Kevin Hancock verkam jedoch zum Querschläger. 1:12 Minuten vor Spielende brachte Sean Larochelle Caps-Angreifer Kosmachuk zu Fall. Eine Zweiminutenstrafe wegen Beinstellens war die logische Konsequenz. In Überzahl machten die Caps dann den Deckel drauf. Bailen versenkte den Puck zum Sieg im gegnerischen Tor (65./PP1). Die Capitals gaben 52 Torschüsse ab, der VSV deren 39. Caps-Goalie Reideborn beendete das Spiel mit einer Fangquote von 92,31 Prozent.
Wir haben sehr stark begonnen, waren in den ersten zehn Minuten des ersten Drittels richtig gut unterwegs. In den letzten zehn Minuten haben wir etwas nachgelassen. Der VSV hat Druck ausgeübt, aber Reideborn war zur Stelle. Beim 0:1 haben wir die Scheibe schon auf unserem Schläger gehabt, haben sie aber hergegeben. Von der Leistung her war ich aber nicht unzufrieden. Im zweiten Abschnitt sind wir viel besser in Fahrt gekommen, haben Chancen kreiert und als Mannschaft gut verteidigt. Das Team hat in allen drei Zonen des Eises sehr solide zusammengespielt. Im letzten Drittel war es ähnlich. Wir sind in Führung gegangen, haben den dritten Punkt aber in der letzten Minute hergeschenkt. Die Overtime war vogelwild. Beide Teams haben Chancen gehabt, aber Reideborn hat ein paar Top-Paraden gemacht. Am Ende hat unser Powerplay zugeschlagen und wir können den Extra-Punkt nach Wien mitnehmen. Wir freuen uns über den Sieg, aber mein Team besteht aus Profis. Sie wissen, dass wir diesen einen Punkt hergegeben haben. Wir werden diese Lektion mitnehmen und etwas daraus lernen.
Statement Mike Stewart, Head-Coach der Vienna Capitals
EC iDM Wärmepumpen VSV - Vienna Capitals 3:4 n. OT. (1:0, 1:2, 1:1, 0:1)
Tore Villach: Elias Wallenta (14.), John Hughes (38.), Maximilian Rebernig (60.)
Tore Capitals: Senna Peeters (37./PP1, 39.), Jakob Lilja (47.), Nick Bailen (65./PP1)
Line-Up Vienna Capitals
Goalies: #39 Adam Reideborn | #36 Max Zimmermann
1. Linie: #22 Ramón Schnetzer, #7 Nick Bailen - #15 Jakob Lilja, #19 Linden Vey, #25 Jérémy Grégoire
2. Linie: #24 Simon Bourque, #92 Lorenz Lindner - #10 Shane Gersich, #67 Konstantin Komarek, #17 Scott Kosmachuk
3. Linie: #5 Dominic Hackl, #13 Devin Steffler - #34 Felix Koschek, #9 Leon Wallner, #82 Senna Peeters
4. Linie: #76 Sam Antonitsch, #37 Christof Kromp, #11 Lukas Zach-Kiesling
Die nächsten Spiele der Vienna Capitals
09.10.2026 | FTC-Telekom - Vienna Capitals
11.10.2026 | Vienna Capitals - HC Falkensteiner Pustertal
16.10.2026 | EC-KAC - Vienna Capitals
17.10.2026 | Vienna Capitals - Pioneers Vorarlberg
21.10.2026 | Steinbach Black Wings Linz - Vienna Capitals