16.10.2026 / 22:47 Uhr

Capitals feiern Auswärtssieg in Klagenfurt

Die Vienna Capitals feiern einen 3:2-Auswärtssieg beim EC-KAC. Ex-Rotjacken-Angreifer Senna Peeters bringt die Hauptstädter an alter Wirkungsstätte in Minute vier mit seinem dritten Saisontor in Führung. Travis St. Denis gleicht in der 16. Minute in Überzahl aus. Spät im Mitteldrittel sorgt Shane Gersich für die neuerliche Führung der Capitals (39.). Der US-Amerikaner trifft zu Beginn des Schlussdrittels erneut (43.). KAC-Kapitän Thomas Hundertpfund macht das Spiel nur zweieinhalb Minuten später mit einem weiteren Powerplaytor wieder spannend (46./PP1). Die Capitals bringen den Sieg aber auch dank Goalie Adam Reideborn, der insgesamt 28 Saves verzeichnet über die Zeit. Das Team von Mike Stewart schiebt sich in der Tabelle auf den fünften Platz. Gleich morgen empfangen die Caps in Wien die Pioneers Vorarlberg (19.15 Uhr).

Entgegen der Pressemitteilung vom Mittwoch konnte Verteidiger Nelson Nogier heute gegen den KAC sein Comeback feiern. Der 30-jährige Kanadier, der sich weiterhin einer Operation am Oberkörper unterziehen muss, bekam von der medizinischen Abteilung grünes Licht. Möglich ist das, weil der Grad der Verletzung durch den Einsatz in Spielen nicht schlimmer werden kann, das Schmerzmanagement mittlerweile adäquat ist und Nogier unbedingt spielen will. Benjamin Lanzinger feierte nach exakt drei Wochen Pause sein Comeback. Die Langzeitverletzten Raphael Wolf, Sebastian Wraneschitz und Max Zimmermann verpassten das Duell mit den Rotjacken. Dementsprechend stand heute wieder der Schwede Adam Reideborn im Caps-Tor. Die Wiener legten einen Start nach Maß hin. In der vierten Minute parierte KAC-Goalie Florian Vorauer erst einen Abschluss der Wiener, der Puck fand den Weg über Umwege vor das Tor zu Senna Peeters, der locker einschob (4.). Die Klagenfurter waren um die schnelle Antwort bemüht, doch brandgefährlich wurde es für Reideborn noch nicht. Beide Teams kamen in weiterer Folge zu Möglichkeiten, brenzlig wurde es aber erst wieder durch eine Überzahlsituation. Lorenz Lindner musste in der 14. Minute wegen hohen Stocks auf die Strafbank. Zu Beginn verteidigten die Capitals in Unterzahl ordentlich, doch 33 Sekunden vor Ablauf der Strafe schlugen die Hausherren zu. Travis St. Denis vollendete eine schöne Kombination mit einem harten One-Timer (16./PP1). Wenige Sekunden vor Ende des Drittels zog Finn van Ee vor das Caps-Tor. Der KAC-Angreifer scheiterte aber von Lanzinger bedrängt an Reideborn.


In der 23. Minute fand Lanzinger nach einem Querpass von Konstantin Komarek eine Topchance vor, brachte den Puck aber nicht an Vorauer vorbei ins Tor. Jan Drozg traf auf der anderen Seite zwei Minuten später die Stange. In weiterer Folge war Reideborn mehrfach gefordert, unter anderem gegen Tobias Sablattnig, der den Rebound nach einem Schuss von Thimo Nickl ins Caps-Tor feuern wollte. In der 32. Minute zog St. Denis allein auf Reideborn, Dominic Hackl konnte den Kanadier nur per Beinstellen stoppen. Ein Penaltyshot war die Konsequenz. St. Denis trat selbst an, konnte Reideborn aber nicht bezwingen. Auf der anderen Seite gab es in der 36. Minute die erste Strafe gegen den KAC. Van Ee musste wegen Beinstellens vom Eis. Das Caps-Powerplay sorgte für viel Betrieb, Komarek allein scheiterte zweimal an Vorauer. Das Überzahlspiel blieb allerdings ohne Treffer. Die Caps nutzten aber den aus dem Powerplay generierten Schwung, schnürten den KAC im eigenen Drittel ein. Shane Gersich kam in der 39. Minute hinter dem Tor der Hausherren in Scheibenbesitz, drehte sich im Bullykreis und feuerte den Puck ansatzlos an Vorauer vorbei ins Kreuzeck. 31 Sekunden vor Drittelende stoppte Ramón Schnetzer den enteilenden Sablattnig mit einem Stockschlag.


Die Capitals ließen diesmal in Unterzahl nichts anbrennen. Dafür lag der Puck in der 43. Minute wieder im Tor der Hausherren. Gersich fälschte einen Komarek-Distanzschuss erfolgreich ab. In der 45. Minute gab es allerdings die nächste Strafe gegen einen Caps-Akteur. Diesmal traf es Nick Bailen wegen Haltens an Jacob Hudson. Erneut schlug der KAC in Überzahl zu. Thomas Hundertpfund bezwang Reideborn mit einem platzierten Schuss (46./PP1). Leon Wallner und Marco Richter fanden in weiterer Folge Möglichkeiten auf ein weiteres Caps-Tor vor, scheiterten aber an Vorauer. Auf der anderen Seite musste Reideborn erneut gegen St. Denis eingreifen. In der 53. Minute wurde Drozg wegen hohen Stocks bestraft. Das starke Powerplay der Capitals brauchte etwas, um sich ordentlich aufstellen zu können, dann wurde es für den KAC allerdings brandgefährlich. Die Hausherren konnten sich über weite Strecken nicht befreien und waren gut damit bedient, kein weiteres Gegentor zu kassieren. In der 58. Minute hatten allerdings dann die Caps das Glück des Tüchtigen auf ihrer Seite. Nach einem Save von Reideborn kam der Rebound zu einem KAC-Akteur, der den Puck ins leere Tor einschieben wollte. Bailen verhinderte mit dem Schlittschuh den Ausgleichstreffer. Danach verteidigten die Wiener staubtrocken. In Bedrängnis kam man erst 32 Sekunden vor Schluss, als Komarek wegen hohen Stocks belangt wurde. Mit sechs Feldspielern versuchte der KAC gegen vier Skater der Caps den Ausgleich zu erzielen, wurde aber nicht gefährlich. So feierten die Wiener den ersten Pflichtspielsieg nach regulärer Spielzeit beim KAC seit 15. März 2022. Die Caps gaben im Verlauf des Spiels 33 Torschüsse ab, die Hausherren deren 30. Reideborn verzeichnete eine Fangquote von 93,33 Prozent.

Es war eine super Teamleistung. Auswärts die drei Punkte mitzunehmen, bedeutet uns verdammt viel. Früh in Führung zu gehen, hat uns heute geholfen. Wir sind nach dem Führungstreffer wach gewesen und haben gut gespielt. Das 1:1 entstand in unserer Unterzahl, da hat Klagenfurt eine Chance genutzt. Mit dem 1:1 nach 20 Minuten war ich zufrieden, vor allem in einem Auswärtsspiel. Im zweiten Abschnitt hat Klagenfurt eine Phase gehabt, in der sie gute Chancen gehabt haben. Wir haben Nadelstiche setzen können und Gersich hat genau im richtigen Moment das Tor geschossen. Die zweite Linie war es dann auch, die das 3:1 erzielt hat. Durch ein weiteres Powerplaytor von Klagenfurt ist es leider wieder eng geworden. Doch zum Schluss im Vier-gegen-Sechs haben wir einen super Job gemacht, haben Schuss- und Passbahnen weggenommen. Reideborn hat natürlich auch ein paar Top-Paraden hingelegt. Nogier hat sich heute überraschenderweise zurückgemeldet. Man hat gesehen, dass er der Mannschaft viel gebracht hat. Wir wollen den heutigen Sieg morgen gegen die Pioneers bestätigen. Wir haben Momentum aufgebaut. Zu Hause wollen wir uns gut präsentieren und unseren Heimvorteil ausnutzen.

Statement Mike Stewart, Head-Coach der Vienna Capitals

EC-KAC - Vienna Capitals 2:3 (1:1, 0:1, 1:1)

Tore KAC: Travis St. Denis (16./PP1), Thomas Hundertpfund (46./PP1)

Tore Capitals: Senna Peeters (4.), Shane Gersich (39., 43.)


Line-Up Vienna Capitals

Goalies: #39 Adam Reideborn | #31 Lennox Setzinger

1. Linie: #22 Ramón Schnetzer, #7 Nick Bailen - #15 Jakob Lilja, #19 Linden Vey, #25 Jérémy Grégoire

2. Linie: #24 Simon Bourque, #92 Lorenz Lindner - #10 Shane Gersich, #67 Konstantin Komarek, #42 Benjamin Lanzinger

3. Linie: #5 Dominic Hackl, #8 Nelson Nogier - #34 Felix Koschek, #9 Leon Wallner, #82 Senna Peeters

4. Linie: #13 Devin Steffler - #76 Sam Antonitsch, #37 Christof Kromp, #81 Marco Richter


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